Am
Samstag war dann Fußball angesagt. Ein dröhnendes Geräusch vernahm Robert!
Es war Öma, der ihn aufwecken wollte, doch Robert tat sich mit der Uhrzeit
schwer und wollte ihm nicht glauben, dass es schon so spät und Zeit für
Fussball ist.
Ein
Sprung aus dem Bett rettete ihn, ab ins Auto, denn er sollte vorher noch Andi
abholen. Der war sichtlich benommen und die Beiden waren alles andere als Fit für
den Sport. Robert wollte eigentlich Berni anrufen um den genauen Spielzeitpunkt
herauszufinden, als er im Auto saß. Doch es klingelte bei Andi, der auf dem
Beifahrersitz platz nahm. Beide telefonierten miteinander, ohne Robert klar zu
sein, dass nicht Berni, sondern Andi am anderen Ende der Funkleitung.
Nachdem
sie das Auto abstellten, marschierten sie zu Öma, um diesen auf dem Weg
einzusammeln. Kurz auf ein Frühstück und weiter in die Sporthalle zum
morgendlichen Bier. Nach einander wurde die Vorhalle voll und man war gespannt
auf das erste Spiel und ob man es in diesem Zustand überleben würde.
Besonders erfreut war man über den Besuch von Irxi aus der Sektion Innviertel,
der einen wesentlichen Teil der Mannschaft bildete.
Das
erste Spiel bestritt man gegen die Shakers Bar aus St. Georgen und die zeigten
dem Team Schtockschteif schon mal die Grenzen auf. 6:0 und dennoch wurde
gefeiert, denn es gab noch keine Verletzten. Nur böse Herzattacken ließen
aufhorchen. Noch schnell ein paar Biere und schon wieder auf zum nächsten
Spiel. JC and the Gang versus Schtockschteif 2:0.
Es
war ein ungewohntes Bild, denn zum ersten mal in der Geschichte von
Schtockschteif wurde der Gegner regelrecht an die Wand gespielt, doch mit dem
Tore schießen hatte man noch beachtliche Probleme. Eigentlich sollte es
bereits 4:0 für Schtockschteif stehen, doch 2 Minuten vor Spielende verließ
Irxi das Feld. Prompt stand es 2:0 gegen SS.
In
der Pause, wieder Bier und überwältigte Gesichter, denn man spielte wirklich
eine feine Spielweise! Vielleicht war es aber nur der trunkene Zustand der
Spieler. Auf zum nächsten Match – Schtockschteif gegen die Wastl’s –
Endstand 0:3. Wiederum beachtlich, denn diese Mannschaft kam bis ins Finale,
wenn ich mich nicht irre.
Das
schönste an dem Turnier ist oder sind wie immer die Pausen zwischen den
Spielen. Biergesänge, Schütterein, Neckereien und peinliche Anekdoten aus dem
Leben der Mitspieler. Eine wahre Freude, dabei zu sein. Aber man sah der Realität
ins Auge, mit dem Alkoholspiegel der das Team nun begleitete könnte man nicht
mal gegen den emanzipierte Hausfrauen auf Kulturreise ein Tor erzielen.
Und
so ging es auch weiter. Beim nächsten Spiel entgingen mir doch tatsächlich
der Teamname und der Endstand, aber egal, es war ja nur ein Finalspiel von
unten. Vor unserem letzten Spiel, bei dem es um den vorletzten Rang ging,
beredeten wir das Ergebnis mit unseren Gegnern. Man wollte ein Unentschieden
und mind. 1 Tor in diesem Spiel erzielen. Die Gegner führten unsere Truppe vor
und schnell lautete der Zwischenstand 0:3. Unser Unvermögen war die Ursache,
warum es nicht zum geeinigten Endstand kommen konnte. Doch kurz vor Spielende
traf dann doch noch Irxi zum Ehrentreffer des Tages – ein wunderbares Tor,
nachdem er die Vorlage am Schuasta erhielt. Endstand 1:3.
Man
bereitete sich mit Dosenfisch und Bier auf die Siegerehrung vor. Nachdem sich 3
Turnierteilnehmer verabschiedeten, landeten wir sogar noch auf dem 13. Rang und
erhielten Dafür einen Doppler Bier. Nach unserer eigenen Siegerehrung in der
Sporthalle machten wir uns bereits angeschlagen auf dem Weg zum Ulli, um dort
weiter zu feiern.
Es
war erst halb 7 und so war die Milla menschenleer und man konnte sich auch mal
etwas daneben benehmen. Öma übernahm den Part als DJ und Robert wurde zum
Kellner mit Schal und Ohrringen umfunktioniert, was ein sensationelles Bild
ergab. Nachdem aber immer mehr Leute unserem Ruf folgten, wurde es schnell eng
in der Milla und so mussten die beiden ihre Agenden aufgeben und wieder hinter
dem Tresen Platz nehmen.
Nach
einigen Stunden des Feierns öffnete sich die Tür und plötzlich stand Andi im
Raum. Er trug eine afrikanische Kopfbedeckung mit Federschmuck und führte
einen eigenartigen Tanz auf. Nach der ewigen Sauferei, die bereits 12 Stunden
betrug teilte sich das Feld und die meisten marschierten nach Hause.
Trunkenbold des Tages – ganz klar Andi – der die Feierlichkeit erst um 6
Uhr morgens beendete und heute im Krankenstand war.
So
ging ein wahnsinnig lustiger und mehr oder weniger erfolgreicher Turniertag zu
Ende! Außer Schürfwunden, Prellungen und Geschwülsten gab es übrigens keine
Verletzungen.