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04. - 05.09.2004 - Hochzeit in Luxemburg >>>Fotos

Seit einigen Tagen sind wir am Überlegen, ob wir zur Hochzeit son Solange und Paul nach Mertzig (LUX) fahren sollen. Die Frage nach dem Babysitter von Karin und Heli's Kinder ist noch nicht geklärt. Nach langem Bangen kam der erlösende Anruf (am Donnerstag Abend) vom Heli, "wir sind dabei"! Promt ging es am Freitag an die Vorbereitungen, da man nicht mit leeren Händen auftauchen wollte. Wir besorgten ein kleines Schlauchboot, eine Puppe und Alkoholika und schmückten diese mit Schtockschteif-Artikel. Da Olivia und Robert am Freitag-Abend noch eine Weinverkostung hatten, konnten sie leider kein Auge mehr vor der Fahrt schließen. Um Punkt 00:00 Uhr gings los. Nachdem Heli wieder einige Utensilien vergessen hatte, welshalb wir nochmal umkehren mussten gings ab nach Ried. Heli war der Fahrer und Robert mimte den Koordinator - der bei Heli's Fahrweise dringen nötig war! Die Frauken schliefen auf der Rückbank. Beinahe jeder Parkplatz bzw. Raststation wurde für eine Rauchpause genützt. Bei einer Raststation in Bayern war dies dringend nötig, da wir sehr laute Schlaggeräusche am Auto vernommen haben. Es war der Innenkotflügel, der am Reifen schabte. Wir entfernten diesen mit Robert's 4-cm-Schlachtmesser. Robert unterhielt Heli beim Fahren mit amüsanten Geschichten, damit dieser nicht einschlief. Kurz darauf gab es einen Fahrertausch. Robert steuerte weiter und nahm eigentlich an, dass auch Heli ihn vom Schlafen abhielt. Jedoch schlief dieser nach ca. 5 min. ein. Robert dirigierte das Fahrzeug im Eiltempo in den Sonnenaufgang. Obwohl er schon einige Tiere und Gestalten in seiner Fantasie auf der Fahrbahn entdeckte gabs keine Zeit zum ausruhen. Um ca. halb 6 waren wir in Kaiserslautern und Heli war auch wieder wach. Die Frauen waren noch immer am ausruhen. Ein sehr amüsanter Abschnitt der Strecke folgt, da Heli und Robert Selbstportaits im fahrenden Auto anfertigten. Deshalb kam es dazu, dass sie die Ausfahrt in Richtung Trier übersahen und nur mehr durch Robert's Schrei: "he, unsa Ausfahrt" auf ihren Fehler aufmerksam wurden. Der rechte Weg war aber schnell wieder gefunden und eine Rekordjagd begann. Hinweis: Robert hat mit Heli's Wagen den Rekord geschafft (näheres wird nicht angegeben). Durch die rasante Fahrweise brauchte der Diesel ziemlich viel zu schlucken, worüber Heli nicht sehr erfreut war. Die Frauen waren auch wieder aufgewacht. Endlich war es soweit wir kamen nach Luxemburg und fuhren auf der Landstraße weiter in Richtung Mertzig. Dies war sehr amüsant, weil Robert sehr aufgekratzt war, da er während der Fahrt 4 Stk. Dosenkaffee und 3 Stk. Red Bull getrunken hatte. Heli stank erbärmlich, was für Furore sorgte. Wir hielten in Ettlbrück um ein Frühstück einzuwerfen, aber alle Läden waren geschlossen. Eigenartig, dass die Menschen in Luxemburg nicht vor 9 Uhr die Geschäfte öffneten. Wir fuhren weiter und kamen zur Ortseinfahrt in Mertzig und Jubelschreie wurden laut. Fahrzeit: 9 Stunden und 13 Minuten!

Wir fuhren zu Heli und Robert's Tauschoma um diese mit dem Besuch zu überraschen. Sie war sehr erfreut und bot uns promt eine Unterkunft für die Nacht an - Herlichen Dank! Anschließend fuhren wir zum Gasthaus gegenüber der Feuerwehrzentrale von Mertzig - jedoch Totenstille. Ein guten Morgen Bier wurde diniert. Da die Frauen unbedingt einkaufen wollten fuhren wir nach Mersch in ein Shoppingcenter, wo wir auch speisten. Während Olivia und Karin durch die Geschäfte schmökerten, schmökerten Heli und Robert einige Biere. Die Augenlieder wurden schon sehr schwer, aber sie hielten durch. Anchließend gings wieder zurück nach Mertzig in das Gasthaus. Wir wollten unsere Luxemburger Freunde überraschen, aber als wir vor dem Eingang standen, hörten wir plötzlich sehr lautes Gelächter aus dem Gasthaus! Es war die Hochzeitsfamilie und deren Freunde die uns durchs Fenster erblickten. Ein Begrüssungsbier wurde eingenommen und anschließend für die Hochzeit fertiggemacht, die um 15 Uhr beginnen sollte. Die Hochzeit begann mit einem Marsch vom Haus des Jubelpaares zur Kirche, wo die 4 natürlich anwesend waren. Viele Leute beklagten sich über das Outfit von Heli und Robert, dass sich aus Sakko, Schtockschteif-Shirt, blaue Hose bei Heli, Nike-Schuhe bei Robert zusammensetzte. In der Kirche wurde es richtig feierlich. Jedoch fielen Heli und Robert andauernd die Augen zu und der Sekundenschlaf wurde x-mal durchgemacht. Da sie nicht viel von den Worten des Pfarrers verstanden haben, vertrieben sie sich die Zeit mit Selbstportraits in der Kirche. Anschließend gings zum nahegelgenen Zelt für ein Apperetiv. Das Apperetiv verwandelte sich in ein amüsantes Saufgelage. Unser Geschenk (Boot) war der Renner und wir bekamen viele Komplimente, da wir über 800 km für einen Tag nach Luxemburg reisen. Nach dem Gelage fuhren wir in der Kolonne in ein Gasthaus um dort zu dinieren. Bemerkenswert war, dass nur die Hochzeitsfamilie und deren beste Freunde anwesend sein durften - aber auch wir wurden herzlich eingeladen! Danke! Noch wurde mit ein 6-Gänge-Menü serviert und wir schauten ziemlich blöd, als die ganzen Speisen in einer Tour über den Tisch wanderten. Der Aschenbecher wurde vom Personal nach dem ausdrücken 1 Zigarette bereits entleert und der Rotwein floss in Strömen. Musik und Tanzen waren am Programm und die ganze Sauferei machte sich stark bemerkbar. Die Augen waren nur noch zu einem Drittel offen, aber wir machten weiter. Jedoch nur mehr bis 23:30 Uhr, dann waren wir am Ende. Jos fuhr uns mit seinem Wagen nach Hause, denn wir waren am Ende. Robert schaffte von den Vieren den Rekord, denn er war nun schon seit 42 Stunden ohne Schlaf der von dem ganzen Bier noch ziemlich niedergeschlagen wurde. Als wir im Auto saßen war es vorbei, wir schliefen endlich. Wir kamen wieder in Mertzig an und wechselten das Auto um zur "Rene" (Oma) zu fahren. Robert war etwas desorientiert! Er saß am Beifahrersitz und stieg aus. Alle stiegen in Heli's Wagen, aber Robert stieg vorne aus, und setzte sich wieder in das selbe Auto, nur auf der Rückbank! Anmerkung von Robert: "I woas von nix"!

Am nächsten Morgen hatten wir starkes Kopfweh und Übelkeit. Wir besuchten zum Abschluss noch das Brautpaar und die Familie. Um 12 Uhr gings dann Richtung Heimat. Dieser war auch sehr amüsant und wurde durch Giftgasanschlägen von Heli und Robert überschattet. Auf der Fahrt merkte man immer wieder wie Spitz Robert war, aber Olivia kümmerte das nicht. Um 20:30 Uhr trafen wir zu Hause ein und vielen ins Bett!

Resüme: Ein zwar anstrengendes, jedoch fantastisches Wochenende mit unseren sehr guten Freunden aus Luxemburg!

Nochmals herzliche Grautlation an das Brautpaar und danke für das wunderbare Wochenende und eure einzigartige Gastfreundschaft! Auch besonderen Dank von Robert an Sven - du weist warum!
Mittlerweile fühlen wir und in diesem Land wie zu Hause und hoffen, es bald wieder betreten zu können!