Die
Reise begann am Dienstag mit Roberts Auto in Richtung Linz - Flughafen. Am
Flughafen angekommen nahmen wir den ersten Schluck zu uns und gingen anschließend
durch die Gepäckskontrolle, was den ersten Zwischenfall hervorbrachte. Als
letztes war Robert mit der Rucksackkontrolle dran und es gab große Probleme mit
dem Feuerzeug, das einer Windchaster ähnte. Er musste die gefährliche Waffe in
den Wagen zurückbringen. Der Rucksack rollte noch einige male durch die Digitalüberprüfung
und ein neuerliches Problem trat auf. Eine Insektenschleuder (Kinderspielzeug)
wurde auf dem Monitor gesichtet. Die Zollbeamten hatte Respekt vor der Waffe und
konnten sich nicht einigen wer nun den gefährlichen Rucksack öffnen sollte und
das gute Stück entnehmen soll. Vermutlich sahen die Beamten zu viele
Aktionfilme, denn ihr Benehmen war sehr peinlich. Nachdem Roberts Rucksack völlig
entleert war und alle Waffen und gefährliche Gegenstände entnommen wurde pakte
er zusammen und wir gingen zur Theke um ein Bier auf diesen Schock zu trinken.
Im Flugzeug passierte nichts aufregendes. In London angekommen sorgte Silvia dafür
dass wir in den Richtigen Zug einstiegen und machten uns auf in die Innenstadt.
Anschließend mussten wir noch einige Stationen mit der U-Bahn zurücklegen, ehe
wir in unserem Hotel eintrafen. Die Strapazen waren vorbei und des war kurz nach
Mitternacht. Geschafft warfen wir uns ins Bett und erwachten am frühen Morgen
um mit Elan in den Tag zu starten. Beim Frühstück war es immer sehr amüsant
und all die anderen Urlauber beobachteten uns mit angewiderter Miene. Mario warf
Robert von 2 m Entfernung ein hart gekochtes Ei mit grünem Dotter an die Birne,
was großes Gelächter auslöste. Am Mittwoch war etwas Sightseeing geplant,
damit wir zu Hause etwas über diese Stadt erzählen konnten. Dazu stiegen wir
in einen Cabriolet-Doppeldecker-Bus und reisten durch die Stadt. Nachdem wir die
meisten Sehenswürdigkeiten hinter uns brachten stiegen wir aus dem Bus und
holten uns Kaffee von Starbucks. Robert schnallte es leider nicht, einen Kaffee
zu bestellen und die Frau hinter der Bar überreichte ihm einen 1/2 Liter
Becher, gefüllt mit Kaffee. Anschließend zogen wir in Richtung der Behausung
der Queen und danach durch den Park in das einzigartige "Hard Rock Cafe
London". Nachdem wir unter freundlicher Führung von Jimmy, der viel für
uns Österreicher übrig hatte, alles mögliche von den Stars erblickt hatten,
spielten wir zu Highlight noch mit Kurt Cobain's originalen Gitarre und seinen
Sonnenbrillen im Vault auf. Anschließend gönnten wir uns noch einige Biere an
der Bar und verstanden und prächtig mit den Kellnerinnen im 50er Look.
Das
beste an London waren aber die zahlreichen Musiker (Sandler) in der U-Bahn. Wir
freundeten uns sehr schnell mit ihnen an und auch sie fanden gefallen an unserer
Gesellschaft. Am Abend gabs noch einige gute Nacht Getränke und es ging
geschafft ab ins Bett.
Am
nächsten Morgen maschierten wir nach Notting Hill und besuchten die ehemalige
Residenz der Queen of Wales (Diana). Während Olivia und Silvia das Gebäude näher
inspizerten besetzten Mario und Robert den Rasenmäher der Queen und erfreuten
sich an Hundescheissemülleimer. Anschlißend gingen wir wieder in die Stadt und
zogen durch die Straßen. Vor einem Cafe fanden wir ein Müllabfuhrgerät mit
Schaufel und Kehrbesen, dieser wurde entwendet und nun wurde dazu beigetragen,
dass die Straßen Londons wieder sauber wurden. Nach einer weiteren
Sightseeingtour kehrten wir in Madam Toussaud's ein und besuchten Adi, den wir
unbedingt treffen wollten. Dann kam die Nacht der Nächte. Diese verbrachten wir
im Cheers, einem Inlokal von London. Da wir an den Straßenmusikern gefallen
fanden besorgten wir uns zwei kleine Okolelen, mit der wir die Bar rockten. Die
etwas prüden Londoner fingen plötzlich an zu singen und zu tanzen, wenn wir
unsere Gitarren rausholten und in die Seiten hämmerten. Das Bier floß in strömen
aus 1 1/2 Liter Gläsern. Die Toilette war sehr prunkvoll und ein Schwarzer
wartete auf Trinkgeld. Als wir ihm eins gaben, besprühte er uns mit seinem
besten gestreckten Parfum. Wir spielten ihm noch ein Ständchen und plötzlich
wimmelte es im Klo von verrückten Engländer die mit uns sangen und tanzten.
Die Securitys lösten das Gemenge (ca. 20 - 30 Personen im Klo) auf. Wir
brachten noch einigen Personen im Lokal Ständchen und mussten sogar für eine
Geburtstagsüberraschung sorgen in dem wir Happy Birthday für eine Britin
anstimmten. Robert hatte Mitleid mit einem Kümmler der verzweifelt auf seine
Freundin an der Bar wartete. Wir nannten ihn Norm. Wir holten ihn an unserem
Tisch und anfangs weigerte er sich Bier zu trinken, aber er hatte keine Wahl und
war nach einigen Gläsern sehr betrunken. Er war nur der englischen Sprache mächtig,
deshalb war Silvia die einzige die ihn verstand und auch mit ihm reden konnte. Während
Olivia, Mario und Robert das Lokal rockten baggerte der Kümmler Silvia an, und
lud sie für den nächsten Tag noch einmal auf einen Nachtspaziergang ein. Auf
dem Heimweg spielten Mario und Robert noch in der U-Bahn - gemeinsam mit Straßenmusikanten
- auf.
Am
nächsten Tag herrschte anfang Katerstimmung und anschließend wollten die
Frauen zum Shopping. Mario und Robert warteten einsam wie Hunde vor den Läden
in denen Silvia und Olivia das Geld zum Fenster rauswarfen. Aber sie fanden
einen Zeitvertreit. Sie setzten sich auf den Gehsteig und stimmten Schallmeien
an. Kurze Zeit später warfen Leute aus dem ersten Stock etwas Kleingeld auf die
Straße. Jedoch waren sie nicht allzu entzückt, sie gaben uns das Geld mit dem
Vorwand, damit wir von hier verschwinden. Beinahme der gesamte Tag war vom
Einkaufswahn der Frauen verplant. Mario und Robert kehrten immer wieder in
Spilunken ein und knüpften Freundschaften mit verschiedensten Menschen (zB. mit
einer Dame aus Singarpur). Am Abend spielten wir noch mit einem kleinen Jungen
(Ziehharmonikaspieler) und seinem Manager in der U-Bahn, die glaubten Robert wäre
von einer Musikagentur die sich Schtockschteif nannte. Der Junge spielte wie
wild und sein Manager sagte zu ihm, dies ist deine große Chance, zeig es ihnen.
Auch die Schwulen verschonten uns nicht. Als wir von der U-Bahn ausgestiegen
sind ging vor uns ein Homo der den Arsch drehte wie eine Windmühle. Wir zogen
ihn auf, jedoch nicht mit englischen Worten, dennoch schnallte er dass es über
ihn handelte (vermutlich war er es gewöhnt). Er drehte sich um um schrie:
"Fuck off" und warf Robert ein Papierstück vor die Füße. Der Wurf
ist leider nicht zu beschreiben, aber jeder kennt richtige Schwuchteln und der
Wurf war so stark wie von einem 2-jährigen Mädchen die aber ausholte, wie eine
Baseballspieler. Wir machten uns wieder auf in Richtung Hard Rock Cafe und wir
trafen den besten Straßenmusikanten in einer Straßenunterführung den wir
sehen sollten. Er trug einen Walk-Man und spielte einzelne Töne mit seiner Flöte
nach die er darin hörte. Zwischendurch rief er wieder "i shut the sheriff",
dann kam wieder ein zwei-sekunden Ton aus seiner Flöte. Der Mann war nicht mehr
begabt als wir mit der Okolele und somit spielen wir gemeinsam mit ihm auf. Der
Flötenmusikant war wahnsinnig begeistert. Am Abend versäumten Mario und Robert
die Chance ihres Lebens. Im Bereich des Picadilly Circus rollte eine
Stretch-Limousine zur Ampel. Vorne eine schwarze und einige Meter dahinter eine
weiße. In der schwarzen herrschte Partystimmung, darin saßen 6 oder 8 leicht
bekleidete Frauen die ca. 18 Jahre alt waren. In der weißen herrschte
Friedhofsstimmung, darin saßen ebenso viele Männer im gleichen Alter. Die
Frauen winkten uns zu und Mario und Robert griffen sich ihre Okolelen und
sprangen auf die Straße, hin zur Limousine und spielten gehörig auf. Die Straße
war vierspurig, was das Unternehmen etwas gefährlicher machte. Die Mädchen
waren begeistert und die Beiden Musiker bekamen ein wahres Blitzlichtgewitter
vor die Augen. Alle Frauen Fotografierten sie und wurden auch eingeladen mit
ihnen in der Limousine mitzufahren. Sie waren sehr begeistert vom Gitarrenklang.
Aber da wir unsere Frauen noch am Bordstein hatten ließen wir sie ziehen und
verpassten ein Leben voller Prunk und Promi's (ist vermutlich auch besser so).
Silvia war davon überzeugt dass die Leute in der Limousine die Finalisten von
"England sucht den Superstar" waren, die gerade zu einem Showdown
fuhren. In der U-Bahn kreiste dauernd ein kleiner Junge um Robert herum und in
der U-Bahn merkte er, dass sich ein Kaugummi am Rucksack befand, den der Junge
ihm raufwarf.
Am
nächsten Tag schlenderten wir noch durch Londons Straßen ehe wir uns zum
Flughafen aufmachten. An der Gepäckskontrolle hatte natürlich wieder Robert
Probleme. Es piepte und er wurde vom Zollbeamten aussortiert. Er nahm seinen Gürtel
ab und der Beamte dachte er würde eine Waffe ziehen und schrie sowas wie
"lass stecken". Er durchsuchte ihn und war dabei nicht zimperlich. Im
Flugzeug kauften sich Mario und Robert das letzte Bier und bezahlten für eine
lauwarme Dose EUR 8. Zu Hause angekommen waren wir etwas frustriert, denn diese
Reise war ein fantastischer Ausflug. Robert war eigentlich der, der die meisten
englischen Worte hinausposaunte. Sie ergaben meistens keinen Sinn, aber er hatte
immer den Mund offen.