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13. - 17.04.2004 - Kulturreise nach London >>>Fotos

Die Reise begann am Dienstag mit Roberts Auto in Richtung Linz - Flughafen. Am Flughafen angekommen nahmen wir den ersten Schluck zu uns und gingen anschließend durch die Gepäckskontrolle, was den ersten Zwischenfall hervorbrachte. Als letztes war Robert mit der Rucksackkontrolle dran und es gab große Probleme mit dem Feuerzeug, das einer Windchaster ähnte. Er musste die gefährliche Waffe in den Wagen zurückbringen. Der Rucksack rollte noch einige male durch die Digitalüberprüfung und ein neuerliches Problem trat auf. Eine Insektenschleuder (Kinderspielzeug) wurde auf dem Monitor gesichtet. Die Zollbeamten hatte Respekt vor der Waffe und konnten sich nicht einigen wer nun den gefährlichen Rucksack öffnen sollte und das gute Stück entnehmen soll. Vermutlich sahen die Beamten zu viele Aktionfilme, denn ihr Benehmen war sehr peinlich. Nachdem Roberts Rucksack völlig entleert war und alle Waffen und gefährliche Gegenstände entnommen wurde pakte er zusammen und wir gingen zur Theke um ein Bier auf diesen Schock zu trinken. Im Flugzeug passierte nichts aufregendes. In London angekommen sorgte Silvia dafür dass wir in den Richtigen Zug einstiegen und machten uns auf in die Innenstadt. Anschließend mussten wir noch einige Stationen mit der U-Bahn zurücklegen, ehe wir in unserem Hotel eintrafen. Die Strapazen waren vorbei und des war kurz nach Mitternacht. Geschafft warfen wir uns ins Bett und erwachten am frühen Morgen um mit Elan in den Tag zu starten. Beim Frühstück war es immer sehr amüsant und all die anderen Urlauber beobachteten uns mit angewiderter Miene. Mario warf Robert von 2 m Entfernung ein hart gekochtes Ei mit grünem Dotter an die Birne, was großes Gelächter auslöste. Am Mittwoch war etwas Sightseeing geplant, damit wir zu Hause etwas über diese Stadt erzählen konnten. Dazu stiegen wir in einen Cabriolet-Doppeldecker-Bus und reisten durch die Stadt. Nachdem wir die meisten Sehenswürdigkeiten hinter uns brachten stiegen wir aus dem Bus und holten uns Kaffee von Starbucks. Robert schnallte es leider nicht, einen Kaffee zu bestellen und die Frau hinter der Bar überreichte ihm einen 1/2 Liter Becher, gefüllt mit Kaffee. Anschließend zogen wir in Richtung der Behausung der Queen und danach durch den Park in das einzigartige "Hard Rock Cafe London". Nachdem wir unter freundlicher Führung von Jimmy, der viel für uns Österreicher übrig hatte, alles mögliche von den Stars erblickt hatten, spielten wir zu Highlight noch mit Kurt Cobain's originalen Gitarre und seinen Sonnenbrillen im Vault auf. Anschließend gönnten wir uns noch einige Biere an der Bar und verstanden und prächtig mit den Kellnerinnen im 50er Look.

Das beste an London waren aber die zahlreichen Musiker (Sandler) in der U-Bahn. Wir freundeten uns sehr schnell mit ihnen an und auch sie fanden gefallen an unserer Gesellschaft. Am Abend gabs noch einige gute Nacht Getränke und es ging geschafft ab ins Bett.

Am nächsten Morgen maschierten wir nach Notting Hill und besuchten die ehemalige Residenz der Queen of Wales (Diana). Während Olivia und Silvia das Gebäude näher inspizerten besetzten Mario und Robert den Rasenmäher der Queen und erfreuten sich an Hundescheissemülleimer. Anschlißend gingen wir wieder in die Stadt und zogen durch die Straßen. Vor einem Cafe fanden wir ein Müllabfuhrgerät mit Schaufel und Kehrbesen, dieser wurde entwendet und nun wurde dazu beigetragen, dass die Straßen Londons wieder sauber wurden. Nach einer weiteren Sightseeingtour kehrten wir in Madam Toussaud's ein und besuchten Adi, den wir unbedingt treffen wollten. Dann kam die Nacht der Nächte. Diese verbrachten wir im Cheers, einem Inlokal von London. Da wir an den Straßenmusikern gefallen fanden besorgten wir uns zwei kleine Okolelen, mit der wir die Bar rockten. Die etwas prüden Londoner fingen plötzlich an zu singen und zu tanzen, wenn wir unsere Gitarren rausholten und in die Seiten hämmerten. Das Bier floß in strömen aus 1 1/2 Liter Gläsern. Die Toilette war sehr prunkvoll und ein Schwarzer wartete auf Trinkgeld. Als wir ihm eins gaben, besprühte er uns mit seinem besten gestreckten Parfum. Wir spielten ihm noch ein Ständchen und plötzlich wimmelte es im Klo von verrückten Engländer die mit uns sangen und tanzten. Die Securitys lösten das Gemenge (ca. 20 - 30 Personen im Klo) auf. Wir brachten noch einigen Personen im Lokal Ständchen und mussten sogar für eine Geburtstagsüberraschung sorgen in dem wir Happy Birthday für eine Britin anstimmten. Robert hatte Mitleid mit einem Kümmler der verzweifelt auf seine Freundin an der Bar wartete. Wir nannten ihn Norm. Wir holten ihn an unserem Tisch und anfangs weigerte er sich Bier zu trinken, aber er hatte keine Wahl und war nach einigen Gläsern sehr betrunken. Er war nur der englischen Sprache mächtig, deshalb war Silvia die einzige die ihn verstand und auch mit ihm reden konnte. Während Olivia, Mario und Robert das Lokal rockten baggerte der Kümmler Silvia an, und lud sie für den nächsten Tag noch einmal auf einen Nachtspaziergang ein. Auf dem Heimweg spielten Mario und Robert noch in der U-Bahn - gemeinsam mit Straßenmusikanten - auf.

Am nächsten Tag herrschte anfang Katerstimmung und anschließend wollten die Frauen zum Shopping. Mario und Robert warteten einsam wie Hunde vor den Läden in denen Silvia und Olivia das Geld zum Fenster rauswarfen. Aber sie fanden einen Zeitvertreit. Sie setzten sich auf den Gehsteig und stimmten Schallmeien an. Kurze Zeit später warfen Leute aus dem ersten Stock etwas Kleingeld auf die Straße. Jedoch waren sie nicht allzu entzückt, sie gaben uns das Geld mit dem Vorwand, damit wir von hier verschwinden. Beinahme der gesamte Tag war vom Einkaufswahn der Frauen verplant. Mario und Robert kehrten immer wieder in Spilunken ein und knüpften Freundschaften mit verschiedensten Menschen (zB. mit einer Dame aus Singarpur). Am Abend spielten wir noch mit einem kleinen Jungen (Ziehharmonikaspieler) und seinem Manager in der U-Bahn, die glaubten Robert wäre von einer Musikagentur die sich Schtockschteif nannte. Der Junge spielte wie wild und sein Manager sagte zu ihm, dies ist deine große Chance, zeig es ihnen. Auch die Schwulen verschonten uns nicht. Als wir von der U-Bahn ausgestiegen sind ging vor uns ein Homo der den Arsch drehte wie eine Windmühle. Wir zogen ihn auf, jedoch nicht mit englischen Worten, dennoch schnallte er dass es über ihn handelte (vermutlich war er es gewöhnt). Er drehte sich um um schrie: "Fuck off" und warf Robert ein Papierstück vor die Füße. Der Wurf ist leider nicht zu beschreiben, aber jeder kennt richtige Schwuchteln und der Wurf war so stark wie von einem 2-jährigen Mädchen die aber ausholte, wie eine Baseballspieler. Wir machten uns wieder auf in Richtung Hard Rock Cafe und wir trafen den besten Straßenmusikanten in einer Straßenunterführung den wir sehen sollten. Er trug einen Walk-Man und spielte einzelne Töne mit seiner Flöte nach die er darin hörte. Zwischendurch rief er wieder "i shut the sheriff", dann kam wieder ein zwei-sekunden Ton aus seiner Flöte. Der Mann war nicht mehr begabt als wir mit der Okolele und somit spielen wir gemeinsam mit ihm auf. Der Flötenmusikant war wahnsinnig begeistert. Am Abend versäumten Mario und Robert die Chance ihres Lebens. Im Bereich des Picadilly Circus rollte eine Stretch-Limousine zur Ampel. Vorne eine schwarze und einige Meter dahinter eine weiße. In der schwarzen herrschte Partystimmung, darin saßen 6 oder 8 leicht bekleidete Frauen die ca. 18 Jahre alt waren. In der weißen herrschte Friedhofsstimmung, darin saßen ebenso viele Männer im gleichen Alter. Die Frauen winkten uns zu und Mario und Robert griffen sich ihre Okolelen und sprangen auf die Straße, hin zur Limousine und spielten gehörig auf. Die Straße war vierspurig, was das Unternehmen etwas gefährlicher machte. Die Mädchen waren begeistert und die Beiden Musiker bekamen ein wahres Blitzlichtgewitter vor die Augen. Alle Frauen Fotografierten sie und wurden auch eingeladen mit ihnen in der Limousine mitzufahren. Sie waren sehr begeistert vom Gitarrenklang. Aber da wir unsere Frauen noch am Bordstein hatten ließen wir sie ziehen und verpassten ein Leben voller Prunk und Promi's (ist vermutlich auch besser so). Silvia war davon überzeugt dass die Leute in der Limousine die Finalisten von "England sucht den Superstar" waren, die gerade zu einem Showdown fuhren. In der U-Bahn kreiste dauernd ein kleiner Junge um Robert herum und in der U-Bahn merkte er, dass sich ein Kaugummi am Rucksack befand, den der Junge ihm raufwarf.

Am nächsten Tag schlenderten wir noch durch Londons Straßen ehe wir uns zum Flughafen aufmachten. An der Gepäckskontrolle hatte natürlich wieder Robert Probleme. Es piepte und er wurde vom Zollbeamten aussortiert. Er nahm seinen Gürtel ab und der Beamte dachte er würde eine Waffe ziehen und schrie sowas wie "lass stecken". Er durchsuchte ihn und war dabei nicht zimperlich. Im Flugzeug kauften sich Mario und Robert das letzte Bier und bezahlten für eine lauwarme Dose EUR 8. Zu Hause angekommen waren wir etwas frustriert, denn diese Reise war ein fantastischer Ausflug. Robert war eigentlich der, der die meisten englischen Worte hinausposaunte. Sie ergaben meistens keinen Sinn, aber er hatte immer den Mund offen.