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25.06.2005 - Schtockschteif beim Kleinfeldturnier in Frankenmarkt >>>Fotos

Tage davor, war man sich nicht sicher, ob man eine Mannschaft für das Hobbyturnier des TSV stellen sollte. Freud und Leid machte die Runde, doch eigentlich würde man sichs erwarten, die schwarzen Fussballgötter wieder in kurzen Hosen anzutreffen. So kam es dass man ein Team mit 2 neuen Spielern stellte. Schweitzer, Öma, Andi, Heli, Rauchal, Putz und Robert waren mit von der Partie. Öma stellte sich freiwillig als Torhüter zur Verfügung, doch man wusste nicht, was man davon halten sollte. Da es uns ja bekanntlich nicht um den sportlichen Erfolg geht, waren wir von Öma's neuer Aufgabe begeistert. Um 13:30 Uhr traf unser Team am Sportplatz in Frankenmarkt ein.

 

Nachdem Öma seine Ausrüstung an den Körper gepackt hatte und das Begrüßungsbier getrunken wurde, gings auch schon los mit der ersten Partie. Die Hitze, die am Spielfeld herrschte setzte uns ordentlich zu und da auch halbe Mannschaft am Vortag ordentlich zum Alkohol gegriffen hatte, war man mit der Laufarbeit beim Spiel alles andere als gut unterwegs. Öma hatte kleine Probleme, da er die Rückpassregel nicht kannte. So versuchte er immer wieder den Ball mit dem Kopf zu klären, was ihm großes Gelächter und Frohsinn bescherte. Doch wir waren überrascht, mit welchem Ehrgeiz und Können er an die Aufgabe heran ging. Man war am Boden, die Hitze und Alkoholausdünstungen zogen wie ein Leichentuch über den grünen Rasen. Das erste Spiel (übrigens gegen den späteren Turniersieger) verlor unser Team mit 0:7. In jeder Pause versuchte man die stechende Hitze mit Bier wegzuspülen, und es half, oder war es nur optische Täuschung? Das zweite Spiel lief ausgezeichnet für unser Team und man konnte über lange Zeit ein unentschieden halten. Nach guten Chancen und 3 Gegentoren ging man wieder in Richtung Bierzelt.

 

Positiv ist anzumerken, dass die gegnerischen Mannschaften immer wieder versuchten, uns ein Tor zu schenken, doch leider war unsere Sturmreihe nicht bereit, diese Geschenke anzunehmen. Die höchste Niederlage an diesem Tag erhielt man im dritten Spiel gegen die "Gayneration" - eine Gruppe homosexueller Jugendlicher. Kein wunder, da man doch den Körperkontakt meiden wollte, kassierten wir prompt 9 Tore und konnten auch keines erzielen. Ein neuer Trend zeichnete sich ab diesem Spiel ab, denn jeder Anstoß unserer Mannschaft ging im Direktschuss auf unseren Torhüter Öma, der ihn trotz Rückpassregel mit den Händen nahm! Auch die Schiedsrichter beflügelten uns und machten uns manchmal schöne Geschenke - danke dafür! Nach dieser Niederlage kamen wir immer besser ins Spiel oder anders gesagt, die Gegner hatten einfach nur Mitleid. Nach unzähligen Chancen verwandelte dann Robert per Hacke das erste Tor für Schtockschteif in diesem Turnier und der Endstand lautete 1:5. Nachdem jeder unmengen von Bier vertilgt hatte, kann man nicht mehr sagen wie viele Gegentore man ab diesem Zeitpunkt erhielt.

 

Doch Robert netzte weitere 2 mal und Rauchal legte sich auch ins Zeug und traf 2 mal das Innennetz. Mit den Zipfern wurde vereinbart, die Sache locker anzugehen und wir verloren nur 3:7, doch unser Team führte die Bezirksligameister phasenweise vor! Auch ein Direktschuss vom Anstosspunkt war für Öma nicht zu halten (nur für Öma). Ein weiterer Eklat von Öma sorgte für Aufsehen, denn er brachte es fertig, sich selbst mit den Beinen im Tornetz zu verhäddern. Andi kam zu Hilfe und wie es nun mal der Brauch bei uns ist, zog er Öma's Bein ein weiteres mal durch eine Masche im Netz. Hilflos lag er da und schrie nach Hilfe, ein sensationelles Bild. Nach den Gruppenspielen war es klar, Schtockschteif reihte sich wieder hinten ein. In den nächsten 2 Spielen gings um die Turnierplätze und das erste wurde wieder klar verloren. Das letzte Spiel war noch ein Highlight, denn wenn sich 12 alkoholisierte Menschen den Ball gegenseitig zuwarfen, kam man schon auf seine Kosten (vergesst den Confed-Cup).

 

Der Endstand dieses Spiels lautete 1:1! Ein großer Erfolg für uns, doch wir waren in der KO-Runde und kurz davor den ersten Sieg für Schtockschteif einzufahren. Das Spiel musste per Elfmeterschießen beendet werden. Man vereinbarte mit dem Gegner, dass sich die beiden Torhüter diese Geschichte unter sich ausmachen sollten. Öma gegen den Platzwart des TSV! Öma war angespannt, ehrgeizig und er verschwieg sich jedes Lächeln. Es könnte nicht spannender sein und Öma hatte es auf seinem Fuß. Nachdem jeder 2x antrat, stand es 2:2. Öma stand wieder im Tor, der Platzwart schoss und Öma hielt - die SENSATION! Freude und Aufregung machte die Runde, sollte Schtockschteif seinen ersten Sieg durch Öma einfahren? Nun trat Öma an, er brauchte den Ball nur mit seinem bewährten "Sauspitz" ins Netz zu befördern, doch der gegnerische Torhüter hielt!

 

Wieder ausgeglichten - und nachdem Öma das nächste Tor kassierte, wurde auch der folgende Schuss pariert - Somit war man wieder Turnierletzter und es wurde nichts aus dem ersehnten Sieg. Dennoch bot man teilweise hervorragende Partien und der Spassfaktor stand an oberster Stelle. Nachdem man unsere Verletzungen verarztet hatte, schritt man erhobenen Hauptes zur Siegerehrung. Letzer Platz, und dennoch glücklicher als die Sieger des Turniers. Nachdem Öma den Sonderpreis für den genialsten Torhüter des Turniers in Empfang nahm, präsentierte er uns nach langer Abstinenz wieder mal seinen alt bewährten "Playboy 51"! Er sagte zwar, er würde nur eine kurze Strophe singen, doch mit den Anfeuerungsrufen im Hintergrund trällerte er des ganzen Song von der Bühne. Man war entsetzt, frustriert und doch kamen einen die Tränen, weil man den Lachkrampf nicht mehr unterdrücken konnte!

Anschließend schafften es noch wenige die Nacht durchzufeiern und man kann mit Stolz behaupten, dieses Turnier war Sensationell und der Spassfaktor extrem hoch angesetzt! DANKE TSV!