Zu
Heli's Geburtstag haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht. Mit Hilfe der zu
Besuch gewesenen Luxemburger im Februar 2005 organisierten wir ohne Heli's
Beisein einen Ausflug ins gelobte Land.
Am Donnerstag-Abend war es soweit und Olivia und Robert besuchten Karin und Heli
unter Vorwand und Hilfe von Andi. Anschließend fuhren wir nach Vöcklabruck um
noch zu dinieren. Das Gepäck wurde vorher bereits verstaut bzw. versteckt. Im
Anschluss fuhren wir direkt in Richtung Passau, wobei Heli es uns nicht leicht
machte, denn er wurde immer ungusteliger und schmollte auf der Rückbank, denn
er hatte Sorgen, da er ja am nächsten Tag arbeiten muss. Zwischen Passau und
irgendwo in Bayern lösten wir das Geheimnis und Heli war nun wieder bei Sinnen
und glücklich!
Es war zwar nicht die erste Fahrt nach Luxemburg, jedoch die an Kilometern längste,
da wir nicht nur 1 x vom rechten Weg abkamen. Robert mimte wieder mal den Fahrer
während der Rest gemütlich schlief. Nachdem Robert Heli aufforderte sich mal
die Karte zu fassen und daraus zu lesen war das Chaos perfekt. Heli willigte
ein, aber was Robert nicht sah - Heli schlief, während er die geöffnete Straßenkarte
in Händen hielt und somit wartete Robert immer auf ein "do mias ma Obbiagn"!
Er wartete zu lange und plötzlich stand man mitten in einer Großstadt. Nach
einem 200-Km-Umweg kam man um ca. 08:30 Uhr in Luxemburg an und erkundete die
Großstadt! Robert bemühte sich, für die Reisegäste eine Stadtrundfahrt zu
organisieren und hatte damit auch glücklichen Erfolg. Er fuhr einfach irgendwo
lang und kam aber auch an einigen Sehenswürdigkeiten vorbei!
Im Anschluss - wie könnte es anders sein, mussten die Frauen natürlich wieder
einkaufen. Heli und Robert gönnten sich einige Biere und man bemerkte bereits
reges Schwindelgefühl. Nach einem Telefongespräch mit Paul traf man sich in
einer nahe gelegenen Stadt auf einem Parkplatz. Anschließend fuhr man zum
Stammlokal der Mertziger (zur Margo). Hier warteten bereits viele Freunde und
man tauschte Nettigkeiten aus. Nach einem Essen und einigen betrunken machenden
Getränken gings zu unserer Herberge - zur Reneè. Im Anschluss fuhren wir
wiederum in ein Einkaufszentrum - wobei wir vorher noch bei der Speitzi
vorbeikamen und etwas feierten. Es kristallisierte sich ein Satz heraus, der
sicherlich noch in aller Ohren ist, den man aber gerne vergessen würde, denn er
wurde immer und überall angewandt: "...Text vergessen, scheiss egal!"
An diesem Tag wurde auch noch etwas für unser kulturelles Wissen getan und wir
besuchten ein Fahrzeug-, ein Naturhistorisches- und natürlich auch ein
Brauereimuseum. Am Abend gings zu Paul und hatten einen sehr amüsanten Abend
mit unseren Freunden. Hier wurde auch Robert von einem Riesenhund bestiegen, der
ihm diverse Leckerein vom Körper lutschte. Jedoch hatten einige von uns bereits
seit mehr als 40 Stunden keinen Schlaf und so trat man bereits zur
Mitternachtsstunde die Heimreise an.
Am nächsten Morgen ausgeruht, machte man sich auf in Richtung Feuerwehrhaus um
das Frühstücksbier zu konsumieren. Mike, Sven und Alexandra warteten bereits
auf uns und man machte es sich an der Feuerwehrbar gemütlich. Was aufgefallen
ist, egal wo man hinkommt, jeder private Haushalt verfügt über einen "Zipfer"-Bier-Vorrat,
was wir zu schätzen wussten. Im Anschluss fuhren in zwei Partien (1: Karin,
Olivia und Mike - 2: Alexandra, Sven, Heli und Robert) - wie könnte es anders
sein - in ein Einkaufszentrum. Die Fahrt in Svens Wagen war sehr amüsant und
man rockte das Auto mit AC/DC Klängen, da man bereits das Frühstücksbier
bemerkte! Robert besorgte sich eine australische Ureinwohnerflöte und versuchte
sich im Alleinunterhalter - wobei er ziemlich scheitete. Die Frauenabordnung
ging shoppen und die Männer machten es sich in einer kleinen aber feinen Bar
neben einem Hummerbecken bequem. Bemerkt wird noch, dass Sven nicht leicht von
seinem Weg abzubringen ist. Denn er schloss vor unserem Besuch eine Wette um EUR
700,- ab, dass er 2 Monate keinen Alkohol zu sich nehmen würde. Selbst als wir
ihm EUR 800,- boten, sagte er nach zögerlichen Sekunden - NEIN!
Man wollte sich weiter entwickeln und so machte man sich auf um thailändisch
Mittag zu essen. Was keiner Ahnte, es war scharf - sogar sehr scharf, dennoch
hat es sehr gemundet! Allen perlten die Schweisstropfen von der Stirn und am
Mittagstisch wurde nur selten gesprochen, da man alle Luft zum Atmen brauchte.
Robert gönnte nach Sven's Aufforderung noch einen Löffel eingelegter
Pfefferoni und Olivia beschimpfte ihn mit diesen Worten: "Ma super, hättst
gwett, daun hätt ma jetzt wos gwunna!"
Nach diesem Mittagsmahl bemerkte man ständig Ausdünstungen aus den anwesenden
Körpern, was nicht sehr amüsant war, aber das kannte man ja bereits von der
Fahrt. Im Anschluss gings in die Innenstadt und man ließ sich in einem
Gastgarten nieder. Bemerkt wir, dass das Wetter wirklich wunderbar war (Sonne
und die dazugehörige Wärme). Hier herrschte prächtige Stimmung und man
wartete auf eine Wachablöse, da dieser Gastgarten direkt gegenüber dem Anwesen
der Erzherzogin von Luxemburg postiert war. Man wird es zwar noch lange
vernehmen aber Robert ist stolz darauf, denn er wurde von einem Luxemburger
Polizeibeamten auf den Arm genommen, jedoch ohne, dass er ihn ins Schlafzimmer
trug. Man schlenderte durch die Innenstadt und Robert ließ es sich natürlich
nicht nehmen mit einem Straßenmusikanten lautstark "I shot the Sherriff"
zu singen. Man besuchte auch einen Souvenirshop, jedoch sollte das ein Fehler
sein. Robert betrat den Lagen und bereits nach wenigen Sekunden hiess es für
ihn: "Sprechen Sie Dutsch" sowie ein lautstarkes "Gehen sie auswärts"!
Er flog aus einem Souvenirladen, wieder ein Meilenstein in seinem Leben. Weiter
gings durch die Stadt und man kam an einem Hauptplatz vorbei, wo auf einer Bühne
einige Portugiesen ein Konzert gaben. Rundherum standen Menschen und bewunderten
das Treiben. Natürlich die Gelegenheit für Robert! Er schlich sich von der Rückseite
an, stieg auf die Bühne und erklärte den Musikanten, dass er auch einiges
drauf hat. Zu seiner Freunde ließen sie ihn mitmachen und er tanzte vor vielen
Menschen im Vordergrund der Band irgendwelche Figuren. Den Zuschauern schien es
zu gefallen, da sie applaudierten und lachten.
Dann gings wieder in eine andere Bar und schließlich nach Hause um sich für
den großen Abend frisch zu machen - es war ja Heli's Geburtstag! Nach einer
Flasche Champagna bei Reneè, machte man sich auf den Weg zur Margo - dem
Stammlokal. Hier warteten bereits all unsere Freunde und man konnte gar nicht
glauben wie viele es doch sind! Man war überwältigt. Man war gut drauf und
konsumierte so einiges. Dann kam der große Moment und unsere Freunde
beschenkten Heli mit einer überdimensionalen Kartonschachtel in Kunststoff
eingewickelt. Nachdem er diese befreite und öffnete kämpfte er sich durch
Unmengen von Ölbindemittel und diversen Geschenken. Darunter auch eine
Gummipuppe mit original Luxemburger Feuerwehrhelm und Uniform. In Sekundenabständen
flogen die Leute in die Kiste mit dem Bindemittel und so sah es aus
dementsprechend aus! Nach dieser Sauerei gabs ein riesen Buffet. Ein
bemerkenswerter kleiner Junge entdeckte die Puppe, und spielte mit seinen
Fingern in der unteren Region der Puppe herum! Robert machte Bekanntschaft mit
"Goofy", der eine wahre Bestie in Sachen Trinken und Kraftspielereien
war. Man versuchte, Gläser mit dem vollen Rand in den Mund zu bringen und das
Glas zu leeren. Robert hatte da so einige Probleme, aber wen wunderts! Es wurden
auch sehr interessante und amüsante Spiele gemacht. Zum Beispiel die Busfahrt.
Mehrere Personen auf die Stühle, Löffel vor die Augen und der Busfahrer sprach
- Kurve links, Kurve rechts und auch mal - ACHTUNG PFÜTZE, und alle waren nass.
Es wurde schon später und ich weis bei Gott nicht mehr wie es sich zugetragen
hat, aber wir waren plötzlich in einem Zeltfest gelandet wo wir uns noch
austobten. Um ca. halb 5 fuhr man dann nach Hause um für den nächsten Tag und
die Heimreise gerüstet zu sein.
Am nächsten Morgen wartete wieder ein wunderbares Frühstück auf uns und nach
der Verabschiedung Reneè's suchte man noch kurz das Stammlokal auf und fuhr
anschließend zu Angelo. Wieder wurde ein Zipfer konsumiert - das hatt wirklich
jeder zu Hause, obwohl es in Luxemburg nicht zu haben ist. Robert entdeckte eine
Erfindung die von nun an sein Leben verändern wird. Einen automatischen Bieröffner.
Auch das Haus wurde besichtigt und man kam nicht aus dem Schwärmen - ein
Wahnsinn! Ein tollwütiger Hund jagte Robert durchs Zimmer und Jean-Marie's
kleiner Sohn versuchte sich im Bier trinken. Nachdem wir auch noch ein riesen
Fresspaket mit auch dem Weg bekamen, reisten wir ab. Wir hielten noch kurz und
besorgten uns Honigwein und ab gings in Richtung Heimat. Die Abreise war wie
immer emotional geprägt und alle waren mies drauf, da man gerne noch länger in
Mertzig bleiben wollte. Nach einer unspektakulären Heimfahrt kam man um ca.
23:30 Uhr zu Hause an. Noch immer trauern wir, denn Scheidung tut weh, aber wir
hoffen, wir dürfen unsere Freunde aus Mertzig bald wieder besuchen!
Ein herzliches Dankeschön alle, die sich so fürsorglich um uns gekümmert
haben und wieder einmal bewiesen haben, dass wir uns in diesem Land zu Hause fühlen
und eine besondere Freundschaft mit den Leuten in Mertzig haben.
NOCHMALS HERZLICHEN DANK!