Nachdem wir am Freitag endlich den viel gehassten Tanzkurs zum Abschluss brachten machten wir uns um ca. 23 Uhr auf in Richtung deutscher Grenze mit dem Ziel HOlland. Mit einem riesigen Kaffeevorrat manövrierten Schweitzer und Robert das Auto auf den Straßen. Alles schien nach Plan zu laufen und die Fahrt gestaltete sich als sehr amüsant - zumindest im vorderen Bereicht, denn auf der Rückbank wurde gemützt. Nach 3 Stunden Fahrt steuerten wir eine Tankstelle in Würzburg an um dem Auto neuen Saft zu verleihen. Die Uhr stand bei 2 Uhr Morgens und in dieser Tankstelle schien es rund zu gehen. Sehr laute Rave Musik ertönte beim Betreten und einige "Raver" tanzten um die Erdnussflocken herum, kein Wunder dass wir so schnell es geht diese Tanke wieder verlassen wollten. Doch es sollte alles anders kommen. Nachdem Schweitzer die Zapfsäule mit dem Wagen verließ kam kein normales Geräusch mehr aus dem Auspuff - er war abgerissen! Um Klarheit zu schaffen forderten wir den ADAC - die gelben Engel - an. Nach 1,5 Stunden kam ein Abschleppwagen der uns zu einer Peugeot-Werkstatt nach Würzburg-Stadt brachte. Er erzählte uns dass die Werkstatt auch am Samstag offen hat und gegenüber ein günstiges Hotel angesiedelt war.
Das
abschleppen war sehr kostspielig und somit musste Schweitzer EUR 168,-- für die
kurze Fahr zum Autohaus berappen. Anschließend machten wir uns auf den Weg zu
diesem Hotel, dass aber ausgebucht war und somit mussten wir die letzten Stunden
im Auto verbringen. Es war mittlerweile 4 Uhr Morgens und Schweitzer und Robert
waren vollgepumpt mit Kaffee was man an ihrer guten Laune erkannte. Die Frauen
auf der Rückbank - wie könnte es sein - kwängelten herum und wollten ihre
Ruhe. Da Kaffee ein sehr starkes Wasserabfuhrsyndrom aufweist, musste Robert
alle 10 Minuten Wasser lassen, was Sili und Olivia gar nicht komisch fanden,
doch Schweitzer all zu sehr. Robert setzte noch einen Kaktus hinter einen
Firmenbus und da war der Ofen aus, Schweitzer musste das Auto verlassen, damit
die Frauen endlich ihre Ruhe hatten. Die Sonne zeigte sich über Würzburg und
man suchte sich allerlei Dinge um sich die Zeit zu vertreiben bis endlich der
erste Mechaniker kam. So wurden zum Beispiel von Robert Rundenzeiten unter 1
Minute um das Firmengebäude erreicht. Endlich, die Firmencrew traf ein, man
besorgte sich das Ersatzteil und die Arbeit wurde erledigt. Um ca. 11 Uhr kam
man von Würzburg weg und konnte ohne weitere Unannehmlichkeiten den Weg nach
Holland antreten. Man beschloss nicht sofort nach Amsterdam zu fahren, sondern
noch das Land zu queren und sich in Zandvoort ein Quartier zu suchen, da an
diesem Samstag die Königin Beatrix ihren Geburtstag feierte und ohnehin kein
Zimmer in der Stadt bekam. Aber auch in Zandvoort wurde die Hotelsuche schwer,
da beinahe die ganze Region ausgebucht war, ausser ein Apartment wo der
Kanalgeruch im Scheisshaus nicht zu ertragen war und ein 4 Sterne Hotel an der
Nordsee. Man entschied sich für das zweite!
Die Holländer sind ein Volk die "Karaoke" zum Volkssport machten und
das konnte man an diesem Abend erleben. Am nächsten Morgen suchte man den Stand
auf und gönnte sich einige Biere an der Bar. Darauf besuchten wir den
ehemaligen Formel-1-Ring und schlichen uns mit einer Reisegruppe in die
Boxengasse während Rundfahrten im Porsche, Formel 3000 und im BMW E30 angeboten
wurden. Dann wurde eine Runde gebowlt und noch weitere Kühlgetränke an der Bar
eingenommen. Am Abend ging man in die Innenstadt von Zandvoort und besuchte die
örtlichen Lokalitäten. Interessant ist, dass die Holländer keine Vorhänge
haben und so konnte man sehr interessante Dinge in den Wohnungen der Oranjes
beobachten. Am nächsten Tag machte man sich früh auf um nach Amsterdam zu
kurven. Der erste Eindruck dieser Stadt war denkbar schlecht, denn beim ersten
halt am Bahnhof kam eine runtergekommene Persönlichkeit in weiblicher Form auf
uns zu und erzählte uns interessante Dinge über die Verkehrsvorschrifen in der
Stadt. Dann gings wieder weiter um ein Quartier zu suchen. In einer
Zimmervermittlung wurde uns ein Schlafsaal angeboten den wir uns mit 20 fremden
Menschen teilen müssten, wo wir aber abdanken mussten. Dann kam doch noch die
Rettung - 2 Zimmer wurden entdeckt, die uns ansprachen. Das gefährlichtes an
diesem Hotel waren die sehr steilen Stiegen und eine Großbaustelle unter dem
Fenster, doch wir wollten dem Vermieter glauben schenken, denn wozu sollte er
sonst ein Leuchtreklame mit der Aufschrift "Best Rooms in Town" auf
der Hotelfassade angebracht haben. Man schlenderte erstmals durch die Stadt.
Die
Gebäude waren ähnlich wie in London, doch in Amsterdam gibt es ca. 1.000 Brücken
was auf das große Wasseraufkommen zurückzuführen ist. Die Flüsse waren aber
alles andere als rein, was uns aber nicht weiter störte. Die Straßen sind
schmutzig und die Kriminaität war für unsere Kenntnisse beispiellos. Ein
homosexueller 1,34 cm großer Portugiese versorgte uns mit Nahrung und man
schlenderte durch die Stadt. Auch einige Sehenswürdigkeit wie zB. das
Sex-Museum wurden besucht. Wenn man an Amsterdam denkt, kommt natürlich der
erste Satz, zwecks Raucherei und man muss sagen in dieser Stadt haben sich
Coffeeshops angesiedelt wie bei uns die Kanaldeckel. Immer wieder der süßliche
Duft auf den Straßen befreite uns von den Wetterkapriolen. Ein wahres Highlight
in Amsterdam ist das Rotlichtviertel. Die Gebäude haben statt Fenster einige Türen
mit großen Glasscheiben und dahinter tanzen halbnackte Nutten und locken zum
Besuch. Zahlreiche Strip-Shows werden angeobten und es macht Spaß die Freier zu
beobachten, die sich nicht entscheiden konnten, in welche Dame sie ihren Lümmel
stecken sollten. Man sicherte sich eine kleine Terasse gegenüber dem Moulin
Rouge und hatte somit eine wunderbare Aussicht. Man saß in einer Linie auf der
Straße umgeben von Nutten und Drogendielern. Man hörte immer wieder die selben
Wörter um einen herum - Koka, Ecstasy. Schweitzer bekam auch noch immer den
Nachsatz "Viagra" zu hören. Auf der kleinen Brücke zu unserer linken
waren ca. 15 bis 20 Schwarze damit beschäftigt ihr Zeug an den Mann zu bringen,
doch es gab Unstimmigkeiten und so wurde ein Mitwerber orgentlich verdroschen.
Die Polizei maschierte durch und alle verstreuten sich in die Himmelsrichtungen.
Kein Wunder dass Sili und Olivia nicht etspannt waren und etwas Angst hatten,
wobei sich Schweitzer und Robert sehr amüsierten. Dass sich die Nutten nicht
gerne fotografieren lassen ist denkbar, dennoch versuchten wir einige Schnappschüsse
zu machen. Olivia musste es natürlich auch versuchen, doch sie erntete kein Lob
von den leicht bekleideten Frauen. Als sie die Kamera ansetzte und dies die
Bordsteinschwalbe bemerkte versuchte sie aus ihrem Glashaus auszubüchsen und
Olivia durch die Gasse zu jagen.
Robert wollte sich erkundigen wie viel so eine Nutte kostet und wartete gespannt
vor einer Glaskabine, da kam sofort ein Schwarzer auf ihn zu und bot ihm eine
private aus seinem Bekanntenkreis an - vermutlich seine Mutter, man weiss es
nicht. Jeden Tag ergab sich das gleiche Bild. Nach dem Frühstück die Stadt
erkunden, einige Biere zu spülen und abends ins Viertel. Auch eine Bootsfahrt
wurde unternommen. In diesem Boot war auch ein ca. 4-jähriger Junge mit an
Bord, der die ganze Zeit durch den schmalen Gang lief. Ihm war ziemlich
langweilig und so versuchte Robert ihn etwas zu verärgern wenn er wieder an ihm
vorbeizischte. Aber niemand rechnete damit, dass dieser Junge ein Rabenkind war
und so stellte er sich vor Robert, der auf der Sitzbank ruhte. Unerwartet sprang
der kleine auf Robert drauf und klaute ihm seine Kappe und machte eigenartige
Laute, während er ihn zwickte. Ein wahrlich lustiger Anblick, das sahen auch
die anderen Bootsreisenden so, die darüber sehr lachten. Schlussendlich holte
den kleinen seine Mutter zu sich, gab ihm eine Ohrfeige und der Spuk war vorbei.
Ein lustiger Abschnitt - vermutlich auch der lustigste - fehlt in dieser
Geschichte und ist den Dabeigewesenen vorbehalten. In einer kleinen Spilunke
wurde kurz Rast gemacht. Schweitzer und Robert wankten auf die Toilette. Es gab
leider nur 1 Herren- und 1 Damenklo. Robert beendete die Sache früher und hatte
Zeit, die Stehleiter im Vorraum der Toilette zu begutachten. Um etwas Schwung in
den Laden zu bringen stellte er diese schräg vor den Toiletteneingang wo
Schweitzer seine Notdurft verrichtete. Lachend setzte sich Robert wieder an
seinen Platz.
Ein
lauter Krach hallte duch die Kneipe und alle Gäste blickten verwundert herum.
Der Geschäftsführer sprang auf und rannte zur Toilette aus der Schweitzer mit
einem roten Kopf stieg. Der Tag der Abreise ist gekommen und es herrschte
Aufbruchsstimmung. Bereits vor Abfahrt diskutierten wir über eventuelle
Durchsuchungen durch den Zoll. Wir kamen gut voran und waren bereits in Nürnberg,
wo wir Tanken und kurz etwas essen wollten. Ein Motorradpolizist blickte uns
verdutzt an und fragte, ob wir alle zusammen gehören. Wir bejahten dies und
mussten infolge warten und durften uns nicht von der Stelle rühren. Die
Grundfragen wurden gestellt und er erklärte, dass die Brigarde mit den
Polizeihunden bereits unterwegs ist, was wir eigentlich ganz amüsant fanden.
Der Polizist war ein richtiges Arschloch, der vermutlich keine Freunde hat, was
man ihm wirklich ansah. Die Pässe wurden vorgezeigt und Robert musste Pilze
beim Klo runter spülen. Der Drogentest war auch schon beschlossene Sache, doch
dann fragte er uns wo wir genau herkommen. Wir erklärten ihm, dass wir in der nähe
des Seengebiets kommen und plötzlich fing er an zu grinsen. Denn er erzählte
uns, dass er jeden Sommer nach Mondsee und Attersee mit dem Rad fährt und dort
alleine Urlaub macht. Ein kleines Gespräch begann, wobei Schweitzer und Robert
den Polizisten nicht sehr zuvorkommend behandelten und ihn etwas verarschten.
Der Polizist kam von seinem Plan ab, die Hunde und der Test waren Geschichte und
er wollte die Adresse haben, damit er sich im Sommer bei uns melden kann.
Anschließend wurden noch einige Fotos gemacht und er wollte uns auch noch ein
nahe gelegenes Restaurant zeigen. Da es noch 4 Zollkontrollen bis Passau gibt,
sagte er uns noch das Losungswort für diesen Tag um ohne Probleme nach Österreich
zu kommen - es hieß übrigens "Tante Ilse". Es blieb trotzdem dabei,
der Cop war ein Arschloch! Nach nur 9 Stunden Fahrt (inkl. Pausen und Zoll)
kamen wir am Donnerstag-Abend wieder zu Hause an.
Es gibt noch unzählige Geschichten von diesem Ausflug zu erzählen, doch die
werden hier nicht weiter erläutert. Es war ein wirklich genialer Ausflug wobei
die Sehenswürdigkeiten meist wir selbst waren!